1950


Plattenbauweise: Hier werden nachfolgend unterschiedliche Typisierungen von Plattenbauten des DDR-Wohnungsbau vorgestellt und auch Orte genannt, an denen die Typen verwendet wurden (in Klammern jeweils die Quelle/n). Es gibt noch zahlreiche weitere Bautypen und Abwandlungen, welche beim Auffinden dann hier auf der Seite ergänzt werden. Sofern Fotos aus der jeweiligen Siedlung vorliegen, sind diese entsprechend beigefügt (= unterstrichen) und führen mittels Link auf u.a. machmaplazda.com.

1950

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IBN 80

- Cottbus, Wendisches Viertel; 1984-89; 4- und 5-geschossige Ausführung mit Mansarden-Dachkonstruktion, Wände mit Mamor oder Porphyr besplittert, Baukeramik als Schmuck ergänzt [24]


IW61 [25]

- „Typenreihe P1“ - siehe: P1

- in Dresden Experimentalbau als „Typ Q7“


IW62

- Dresden; ab 1963; Plattenbautyp mit Loggienausbildung entstanden aus dem Typ GD58/60 (Großblockweise)  [21]


IW64 - Typ Brandenburg

- Brandenburg; 1966; dieser Bautyp entstand auf Grundlage vom Plattenbautyp P(1) und Großblockbautyp Q6, er löste die Blockbauweise in Brandenburg ab [9, 21]


IW64

- Halle, Südstadt II; ab 1975; 5-geschossige Bauweise [9]


IW66 (auf Basis von P2) [25]

- Dresden, Budapester Straße; 1973-74; 11-geschossige Ausführung  [4, 25]

- Ilmenau, Öhrenstöckerstraße; 1959-69 [6]

- Cottbus: 5-, 8- und 11-geschossige Ausführung [19]

Anmerkung: vermutlich ist IW66 dem Typ P2 gleichzusetzen bzw. eine Optimierung


IW67

- Leipzig, Fucikplatz; 1977-78; 10-geschossige Ausführung [4]

- Dresden, Johannstadt-Süd [4]

- Dresden, Prohlis; 1976-80; 6- und 10-geschossige Bautypausführung [4]


IW70 (auf Basis von P2) [25]

- Halle, Südstadt II; ab 1975; 11-geschossige Ausführung [9]

Anmerkung: vermutlich handelt es sich bei IW70 um eine Modifizierung von P2


IW72

- Schwarzenberg, Wohngebiet Wilhelm Pieck; 1974-77 und 1978-79; 5-geschossige Ausführung [8]


IW72-WBS70

- Rodewisch, Straße der Jugend; 1979-83; 5-geschossige Ausführung [8]

- Klingenthal, An der Huth; 1974-83; 5-geschossige Ausführung

Anmerkung: vermutlich handelt es sich bei IW72 um eine Modifizierung von WBS70


IW73

- Gera, Lusan; ab 1972; 6-geschossige Ausführung [5]

- Cottbus; 1973; 5- und 6-geschossige Ausführung [25]


IW73-P Halle/Potsdam

- Potsdam, Zentrum-Ost; 1972-81; 11-geschossige Ausführung [10]


IW73/WBS70

- Lugau, Am Steegenwald; 1981-82

- Crimmitschau, Straße der Freundschaft; 1978-80

- Hohenstein-Ernsthal, Sonnenstraße; 1980-82: jeweils in 6-geschossige Ausführungen [8]

Anmerkung: vermutlich handelt es sich bei IW73 um eine Modifizierung von WBS70


IW74

- Dresden, Klotzsche; ab 1973; Nachfolger von IW65 - rationalisiert, Konstruktion und Technologie angepasst; 5-geschossige Anwendung [22]


IW75

- Potsdam, Waldstadt; ab 1977; 5-geschossige Ausführung

- Brandenburg, Görden-Dimitroffallee; ab 1972; 5-geschossige Ausführung [10]


IW77

- Bautzen-Gesundbrunnen; ab 1981 [22]

- Chemnitz, Fritz-Heckert-Gebiet; ab 1974

- Chemnitz, Flemmingstraße; 1979-1982; Nachverdichtungen

- Reichenbach, Wohngebiet Ernst Thälmann; 1980-83

- Auerbach, Wohngebiet Louis Müller; 1978-80; jeweils in 11-geschossiger Ausführung [8]


IW77-WBS70

- Plauen, Westlich der Bahnhofstraße; 1972-76; 11-geschossige Ausführung [8]

Anmerkung: vermutlich handelt es sich bei IW77 um eine Modifizierung von WBS70


IW78

- Flöha, Wohngebiet X. Parteitag; 1979-85; 10-geschossige Ausführung [8]

- Auerbach, Wohngebiet Louis Müller; 1978-80; 5-geschossige Ausführung [8]


IW 83

- Boizenburg, Schwartower Steig; 5-geschossige Ausführung [1]


M

- Magdeburg, Innenstadt und Kannenstieg; 8- und 10-geschossige Ausführung (M8, M10) basierend auf dem Typ QP64 [14]


MGH

- Schwerin, Lankow; 1968-69; 10-geschossige Ausführung des Mittelganghaus mit 32 WE je Etagedurch H.-J. Ullrich (Architekt) und J. Kaiser (Entwurf) [1]

- Leipzig, Neuheida; 1966-68 [3]

- Berlin, Hans-Loch-Viertel (Schwarzmeerstraße); 1961-66; 17-geschossige Ausführung

  - vor Ort jedoch 11-geschossig! - [11]

- Schwedt, Zentrum; 1966; 10-geschossige Ausführung [12]

- Cottbus, Sandow; 9-geschossige Ausführung [19]


P1 (auch als IW61 verwendet) [25]

- Rostock, Südstadt; 1960-68; 4- bis 5-geschossige Ausführung in Zeilenbauweise in Schnellbaufließfertigung [2]

- Bergen; 1955-75; 5-geschossige Ausführung  [2]

- Halle, Wohnstadt Nord; 1963:;5-geschossige Ausführung [9]

Anmerkung: Der Typ P1 baut auf das Konstruktionsprinzip von Q6 auf [9] auch vereinzelt als Plattenbautp P beschrieben


P2

- Leipzig, Lößnig; 1971; 11-geschossige Ausführung [3]

- Gera, Südstrasse; 1970; Ausführung mit durchgehenden Loggien an der Westseite, Ostseite mit drei Loggienreihen [5]

- Dresden, Johannstadt-Süd; 12-geschossige Ausführung [4]

- Gera, Nord II; ab 1973; 11-geschossige Ausführung [5]

- Jena, Lobeda;  1975-86;  5-, 9- und 11-geschossiger Ausführung [5]

- Suhl, Ilmenauer Straße II; 1975-79: 6-geschossige Ausführung [6]

- Schmalkalden, Walperloh; 2- und 4-geschossige Ausführung  [6]

- Berlin, Heinrich-Heine-Viertel; 1968-69; 10-geschossige Ausführung [11]

- Berlin, Storkower Straße; 1964; 5-geschossige Ausführung [11]

- Cottbus;  1971 und 1976; WK XIII; 8-geschossige Ausführung [25]

- Frankfurt (Oder), Halbe Stadt; 1973-78; 11-geschossige Ausführung [12]

- Frankfurt (Oder), Bergstraße; 1973-75; 7-geschossige als P2-Modifikation [12]

Anmerkung: eine Punkthaus-Variante wurde unter der Bezeichnung „Würfelhaus“ (siehe dort) 6-geschossig errichtet


P2-Berlin

- Berlin, Leninplatz; 1968-70: 11-geschossige Ausführung mit trapezförmigen Sonderelementen und Künstlerateliers [11] - steht heute unter Denkmalschutz!


P2/IW66-Halle

- Halle; in 5-, 6- und11-geschossiger Ausführung [21] [22]

Anmerkung: vermutlich ist dieser Typ eine weitere Modifizierung von der im Bezirk Halle verwendeten Typ P2


P2-Ratio bzw. P2-R

- Suhl, Nord; ab 1978; 6-geschossige Ausführung [6]

- Ilmenau, Pörlitzer Höhe; 1978-83; 5- und 6-geschossige Ausführung [6]

- Neuhaus am Rennweg, Stadtmitte; 1980-83; in 4- und 5-geschossiger Ausführung mit flach geneigtem Satteldach und großem Dachüberstand [6]

- Frankfurt (Oder), Puschkinstraße; 1972-73; 5-geschossige Ausführung [12]

Anmerkung: bei diesem P2-Typ wurde nach [6] die Produktionsweise rationalisiert


P2O

- Plauen, Westlich der Bahnhofstraße; 1972-76; 5-geschossige Ausführung [8]

Anmerkung: es ist unklar, ob es sich um eine Variante des Standard-Typs P2 handelt


P2S

- Schwedt, Talsand; 1967-70; 5- und 11-geschossige Ausführung, P2-Weiterentwicklung von Ch. Dielitzsch [12]


PHH12 (auch PH12)

- Frankfurt (Oder), Neuberesinchen; ab 1978; 12-geschossige Ausführung auf Basis von WBS70 errichtet [12]


PHH15

-  Potsdam, West; 1972-74 [10]

- Potsdam, Waldstadt; ab 1977: jeweils errichtet ins 15-geschossiger Ausführung [10]


PHH16

- Leipzig, Straße des 18. Oktober; 1972-74; 16-geschossig als Variante Leipzig [3]

- Magdeburg, Neustädter See; 1973-83; Ausführung als modifizierter Typ PH16 [14]

- Frankfurt (Oder), Halbe Stadt; 1973-78 [12]

Anmerkung: alle PHH16 basieren auf den Typ WBR Erfurt


PHH22

-  Halle, Silberhöhe; 1978 [25]


Q7

- siehe „IW61“ [25]


QP (auf Basis von Großblockbauweise IW60) [25]

- Berlin, Am Tierpark; 1968-72; 10-geschossige Ausführung [11]


QP61

-  Berlin, Karl-Marx-Allee; 1963 [25]


QP62

-  Berlin; 1962; 8i und 10-geschossige Ausführung [25]


QP64

- Dessau, Stadtpark; 1967; 10-geschossige Ausführung, Balkone an der Stirnseite, je nach Ausführung diverse Reihen seitlich eingelassen [9]

- Berlin, Karl-Marx-Allee - West; 1964-68, 1971 [25]


QP71

- Berlin, Lichtenberg Nord (Fennpfuhl); ab 1972; in 10- und 11-geschossiger Bauweise, Balkone außenliegend [11]


WBR83/5

- Rostock, Dierkow-Neu; 1984-87

- Berlin, Wartenberg; 1984-89; 5-geschossige Ausführung mit Etage „0“ um der Fahrstuhlpflicht [18] zu entgehen, markant geschwungene und vorgesetzte Balkone [17]


WBR „Erfurt“

- Erfurt, Rieth; 1971-74; in 5- und 16-geschossiger Ausführung errichtet [7]

- Erfurt, Juri-Gagarin-Ring; 1973-76: 11-geschossige Ausführung bzw. 8-geschossig von 1978-81 [7]

- Erfurt, Roter Berg; ab 1977; in 5-, 8-, 11- & 15-geschossiger errichtet [7]

- Weimar, Wohngebiet Nord; ab 1964; in 5- & 6-geschossiger errichtet [7]

Anmerkung: die 16-geschossige Ausführung der WBR „Erfurt“ wurde unter dem Namen PHH16 auch an anderen Orten errichtet (u.a. in Magdeburg und Frankfurt/Oder)


WBS70

- Dresden, Prohlis; 1976 bis 1980 [4]

- Dessau, Innenstadt; 11- und 8-geschossige Ausführung [9]

- Gera, Lusan; 1972; 5-geschossige Ausführung, 11-geschossig ab 1976 [5]

- Zeulenroda, Rötlein; 1975-79; 5- und 6-geschossigerAusführung [5]

- Chemnitz, Fritz-Heckert-Gebiet; ab 1974; 6- und 11-geschossige Ausführung [8]

- Reichenbach, Wohngebiet Ernst Thälmann; 1980-83; 5-geschossige Ausführung [8]

- Berlin, Möllendorfstraße 71; 1974: Experimentalbau in 11-geschossige Ausführung [11]


WBS 70/R72

- Greifswald, Schönweide; ab 1973 [2]

- Stralsund, Knieper-West; ab 1975; 6-geschossige Ausführung [2]

Anmerkung: bei R72 handelt es sich um eine rationalisierte Weiterentwicklung


WBS M86

- Magdeburg, Hasselbachplatz; 1986-87; 6- und 7-geschossige Ausführung mit Loggien und Erkern, basierend auf WBS70 [16]

Anmerkung: in Städten wie Cottbus und Dessau wurden bei der „Altstadtsanierung“ ähnliche oder gleiche Bautypen bzw. Grundlagen verwendet


WBS „Magdeburg“

- Jena, Lobeda; 1968-75; 5-, 9- und 11-geschossige Ausführung [5]

Anmerkung: bei dem Typ „Magdeburg“ handelt es sich vermutlich um eine P2-Optimierung


WHH 15

- Dresden, Johannstadt-Süd;15-geschossiges Wohnhochhaus [4]


WHH17

- Leipzig, Stübelallee; 1973-75 [3]

- Dresden, Prohlis; 1976-80 [4]


WHH 18

- Berlin, Hohenschönhausen, Frankfurter Allee-Süd und Holzmarkt (1969-85)[25]


WHH 18/21

- Berlin, Fennpfuhl; bis 1986; Doppelwohnhochhaus mit 18 und 21 Geschossen [11], vereinzelt auch Ausführungen mit nur 18 oder 21 Geschossen wie in der Frankfurter Allee-Süd


WHH GT 84/85

- Berlin, Ernst-Thälmann-Park; bis 1987; Wohnhochhaus in 12-, 15- und 18-geschossiger Großtafelbauweise [25]. Im Berliner Stadtgebiet gibt es noch weitere Gebäude, u.a. in einer 15/15-geschossiger Doppelhochhaus-Ausführung [13]


Y-Haus

- Halle, Neustadt; Y- und Doppel-Y-Grundrisse

- Dessau, Stadtpark: 14-geschossige Hochhäuser, Y-Grundrisse

Anmerkung: basiert auf dem Typ P2


Würfelhaus

- Suhl, Nord; ab 1978; 6-geschossige Ausführung [6]

- Eberswalde, Wohngebiet Max Reimann; ab 1977 [12]

- Magdeburg, Neu-Olvenstedt; 1981-89; 6-geschossige Ausführung [14]

- Cottbus, Spreebogen; 6-geschossige Ausführung [19]

Anmerkung: das Würfelhaus basiert auf dem Typ P2



Zwölfeckhaus

- Ottendorf-Okrilla, 1977
- Arnsdorf, 1978-80
- Radeberg; 1983; 5-geschossiges Punkthaus, auf 30 Etagen erweiterbar, geplant von Architekt M. Zumpe, insgesamt wurden nur 7 Gebäude des Experimentalbaus gebaut [23]





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IBN 80 in Cottbus - Wendisches Viertel

IW70-P2 in Halle - Südstadt II

IW77 als „Komplexausführung“, 10- & 11-geschossig in Chemnitz - Flemmingstraße

M10, in Magdeburg

- Kannenstieg

M8, in Magdeburg, Otto-von-Guericke-Straße

MGH in 10-geschossiger

Ausführung
in  Schwerin - Lankow

sanierte P1, 5-geschossige Ausführung
in Rostock - Südstadt

P2 in 11-geschossiger Ausführung,
Frankfurt (Oder) - Halbe Stadt

sanierte P2S in 11-geschossiger Ausführung,
Schwedt - Talsand

PHH12 in Frankfurt (Oder)
Neuberesinchen

PHH16 in Magdeburg  Neustädter See

QP64 in 10-geschossiger Ausführung in Dessau, Stadtpark

sanierte QP71 in 11-geschossiger Ausführung,
Berlin - Fennpfuhl

WBR83/5 in
Rostock - Dierckow-Neu

WBS70 in 11- und 8-geschossiger Ausführung
 in Dessau, Antoinettenstraße

WBS M86 in 7-geschossiger Ausführung
 in Magdeburg - Hasselbachplatz

WHH17 in Dresden

Prohlis

WHH 18/21 in Berlin

Frankfurter Allee Süd

WHH GT 84/85 in 18-geschossiger Ausführung

in Berlin - Ernst-Thälmann-Park

Würfelhaus in Magdeburg - Neu-Olvenstedt

Y-Häuser in Dessau, Stadtpark